Zwischenwand im Trockenbau mit Schilfplatten
Natürliche Trennwand mit Hiss Reet Schilfplatte – wohngesund, diffusionsoffen, verputzbar
Ob Raumtrennung im Neubau, Dachausbau oder Sanierung: Eine Zwischenwand im Trockenbau schafft schnell neue Räume – ohne schwere Massivbauteile. Mit der Hiss Reet Schilfplatte entsteht daraus eine besonders nachhaltige Lösung: natürliche Beplankung statt Gipskarton/OSB, kombiniert mit einer verputzbaren Oberfläche (Lehm oder Kalk) und optional sogar mit Wandheizung als nachträglicher Flächenheizung.
Schilfplatten eignen sich für nichttragende Holzständer-Zwischenwände und sind gleichzeitig ein bewährter Putzträger für ökologische Innenwände.
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KontaktVorteile von Schilfplatten als Trockenbau-Zwischenwand
- sehr Guter Schallschutz: für Trennwände in Wohn- und Arbeitsbereichen. Die Schilfhalme puffern die Schallwellen
- Diffusionsoffen & feuchteregulierend: verputzt mit Lehm oder Kalk unterstützt die Hiss Reet Platte ein ausgeglichenes Raumklima
- Perfekter Putzträger: für Lehm- und Kalkputz, auch dicker Putz bis 2cm verkrallt sich gut an den Halmen.
- Wandheizung ideal möglich: Heizschlangen können einfach durch Kabelbinder an den Drähten der Hiss Reet Schilfplatte befestigt werden.
- Nachwachsender Rohstoff: Schilf als natürlicher Baustoff für nachhaltigen Innenausbau
Schritt-für-Schritt: Zwischenwand mit Schilfplatten auf Holzständerwerk
1) Untergrund prüfen
Der Bodenbereich, auf dem die Trennwand steht, sollte möglichst eben sein, damit die Wand fluchtet und später sauber verputzt werden kann.
Im EG kann (je nach Aufbau) eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit sinnvoll sein; im OG ist häufig eine Entkopplung wegen Schallübertragung relevant.
2) Ständerwerk aufstellen (Holzständer)
- Raster festlegen (Aufmaß / Schlagschnur)
- Schwelle auslegen und befestigen, Randbalken befestigen
- Ständerabstand max. 50 cm (je nach Plattendicke kann enger sinnvoll sein)
- Am Plattenstoß sollten die Ständer mind. 3 cm eingerückt sein, damit beide Plattenkanten ausreichend Auflager haben
- Zusätzliche Stände an den Stößen können sinnvoll sein, damit beide Plattenkanten ausreichend Auflager haben
- Bei starken Überstand der Plattenenden über den Ständern empfiehlt sich die Bewehrung des Putzes mit Hiss Reet Schilfgewebe bzw. anderen Bewehrungsgittern, um das Reißen des Putzes an den Stößen zu verhindern.
Tipp für Plattenstöße:
Wenn am Stoß kein doppelter Ständer möglich ist, kann alternativ ein hinterlegter Streifen (z. B. Holzleiste) als Auflager genutzt werden, an dem beide Plattenenden befestigt werden.
Hinweis für den Schallschutz:
Zur weiteren Verbesserung des Schallschutzes empfiehlt sich die Verwendung von versetzt gestellten und sich nicht berührenden Ständern, so dass die Schilfplatten beider Seiten voneinander entkoppelt sind. Ein auf beiden Seiten beplankte Ständer überträgt leichter den Schall als zwei nebeneinander stehende, die nur einseitig beplankt sind.
3) Schilfplatten anbringen (Beplankung)
3.1 Plattenausrichtung
Die Schilfplatte wird idealerweise so montiert, dass die Halme waagerecht liegen (rechtwinklig zu den Ständern). Das erleichtert den späteren Putzauftrag deutlich.
3.2 Verlegeplanung
Vorab eine grobe Verlege-Skizze erstellen, damit:
- die letzte Plattenreihe ausreichend stabil bleibt (nicht zu schmal), Plattenbreite ca. 60cm, damit die Platte immer mit mindestens zwei Drähten gebunden ist.
- die Plattenüberstände gering sind
3.3 Messen, schneiden, befestigen
Schilfplatten lassen sich passend zuschneiden und dann mechanisch befestigen, z. B. mit:
- Schrauben + Dämmstoffhalter, oder
- Klammern
Empfehlung: 6–8 Befestigungspunkte pro m².
Wandheizung auf Schilfplatten (Flächenheizung) – auch nachrüstbar
Eine Schilfplatten-Zwischenwand eignet sich sehr gut als Träger für eine Wandheizung – besonders attraktiv für Sanierung und ökologischen Innenausbau.
So funktioniert’s in der Konstruktion
- die Heizungsrohre können an den Drähten durch Kabelbinder befestigt werden
Schritt-für-Schritt: Wandheizung integrieren
- Ständerwerk planen (Positionen/Abstände so wählen, dass Befestigungspunkte für Schienen gut erreichbar sind)
- Schilfplatten montieren (Halme waagerecht)
- Rohre verlegen und an Zu-/Rücklauf anbinden
- Armierung/Gewebe einbetten und verputzen (Lehm/Kalk – siehe unten)
Warum das gut passt: Wandheizung arbeitet mit Strahlungswärme und harmoniert besonders gut mit Lehmputz (thermische Masse/Komfort) und diffusionsoffenen Wandaufbauten.
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Unser Team ist für Sie da! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktanfrage!
Tel.: +49 (0)45 31 - 80 99 20 - info@hiss-reet.de
KontaktInstallationen & Befestigungen (Praxis)
Elektroinstallationen
- Elektrokabel können direkt auf den Schilfplatten verlegt werden
- Unterputzdosen lassen sich mit Lochsäge setzen und mit geeignetem Material (z. B. Lehm-/Gipsanteil je nach System) fixieren
- Leitungen können ähnlich wie beim Heizsystem mit Kabelbindern an den Drähten der Hiss Reet Platte befestigt werden
Befestigungen an der Wand
- leichte Gegenstände (z. B. Bilder): mit langen Holzschrauben durch den Putz in die Schilfplatte
- dabei den Putz vorab mit einem Bohrer oder Kreuzschraubenzieher entsprechend dem Schraubendurchmesser bis auf die Schilfplatte durchlöchern
- schwere Lasten (z. B. Hängeschränke): vorher einplanen, z. B. durch eine horizontale Holzbohle zwischen den Ständern in passender Höhe, Befestigung dann durch Putz und Hiss Reet Platte hindurch an der Holzkonstruktion
Oberfläche: Lehm- oder Kalkputz auf Schilfplatten
Schilfplatten können direkt verputzt werden. Zur Rissminimierung sollte ein Gewebe (z. B. Jute Glasfaser oder Schilfgewebe) vollflächig in den Putz eingebettet werden.
- Lehmputz: sehr gutes Raumklima, feuchteregulierend, angenehm „warm“ in der Haptik
- Kalkputz: diffusionsoffen, robust, fungizid und langlebig – je nach System auch für stärker beanspruchte Bereiche geeignet
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Häufige Fragen
Ja. Schilfrohrplatten eignen sich sehr gut als Beplankung für nichttragende Zwischenwände auf Holzständerwerk und können anschließend verputzt werden.
In vielen ökologischen Innenausbau-Anwendungen ja: Schilfplatten können als natürliche Beplankung und Putzträger genutzt werden – eine Alternative zu klassischen Trockenbauplatten.
Empfohlen ist eine Montage mit waagerechten Halmen (rechtwinklig zu den Ständern), da das spätere Verputzen dadurch erleichtert wird.
Als praxisnaher Richtwert gilt ein Ständerabstand von maximal 50 cm; abhängig von Plattendicke und Konstruktion kann ein engeres Raster sinnvoll sein.
Zum Beispiel mit Schrauben und Dämmstoffhaltern oder mit Klammern. Empfehlenswert sind 6–8 Befestigungspunkte pro m².
Ja. Heizrohre oder Heizregister können direkt an der Schilfplatte mit Kabelbindern befestigt werden. Alternativ können Halteschienen bzw. Heizregister durch die Schilfplatte hindurch an den Holzständern befestigt werden. Zu- und Rücklauf können in einem Leitungskanal im Wandfußbereich geführt werden.
In vielen Fällen ja – insbesondere, wenn die Zwischenwand ohnehin neu aufgebaut oder neu verputzt wird. Entscheidend ist eine passende Planung von Ständerwerk, Befestigungspunkten und Leitungsführung.
Für stabile, rissarme Oberflächen wird empfohlen, ein Gewebe vollflächig in den Putz einzubetten (z. B. Jute-, Glasfaser- oder Schilfgewebe).
Nein. Die Hiss Reet Langhalmplatte eignet sich sowohl für den Holzrahmenbau als auch für den Metallrahmenbau (z. B. Stahl- oder Metallständerwände).
Im klassischen Holzrahmenbau bildet ein tragendes Ständerwerk aus Holz das Wandgerüst. Beplankung, Dämmung und Putzträger bestimmen anschließend die bauphysikalischen Eigenschaften der Wand. Die Langhalmplatte aus Schilfrohr übernimmt dabei die Funktion einer natürlichen Ausbau- und Putzträgerplatte und stellt eine ökologische Alternative zu Holzwerkstoff- oder Gipsplatten dar.
Dank ihrer diffusionsoffenen und kapillaraktiven Struktur ermöglicht sie wohngesunde, feuchteregulierende Wandaufbauten und ist ideal für Lehm- und Kalkputze sowie für Wandheizungen geeignet.
Die gleichen Vorteile gelten im Metallrahmenbau: Auch hier kann die Langhalmplatte direkt auf Metallständerkonstruktionen befestigt und identisch beplankt und verputzt werden.