Aufsparrendämmung mit Schilfdämmplatten
Die energetische und ökologische Sanierung von Dachkonstruktionen gewinnt angesichts steigender Anforderungen an Klimaschutz, Ressourcenschonung und Wohngesundheit zunehmend an Bedeutung. Neben konventionellen Dämmstoffen rücken dabei natürliche Materialien stärker in den Fokus. Schilfdämmplatten – wie die Hiss Reet Platte – stellen aufgrund ihrer bauphysikalischen Eigenschaften und ihrer nachhaltigen Herkunft eine geeignete Lösung für die Dachdämmung dar, insbesondere im Bereich der Aufsparrendämmung.
Schilf besitzt eine hohe Wasserdampfdiffusionsfähigkeit, gute Biegefestigkeit und eine robuste, faserige Struktur. Dadurch können Schilfdämmplatten sowohl als tragfähige Dämmschicht als auch als Putzträger eingesetzt werden und lassen sich gut mit Lehmbaustoffen kombinieren. Diese Materialkombination hat sich im traditionellen wie im modernen ökologischen Bauwesen seit Jahrzehnten bewährt. Gleichzeitig ermöglicht die natürliche Beschaffenheit des Materials eine diffusionsoffene Dachkonstruktion, die bauphysikalisch ausgewogen und baubiologisch günstig ist.
Im Dachbereich bietet insbesondere die Aufsparrendämmung mit Schilfplatten den Vorteil einer durchgehenden Dämmebene oberhalb der Sparren. Wärmebrücken werden reduziert, die Tragkonstruktion bleibt innerhalb der warmen Gebäudehülle, und die Dämmung kann in ökologischen Sanierungskonzepten mit natürlichen Baustoffen wie Lehm systemgerecht kombiniert werden. Durch die kreuzweise Verlegung mehrerer Plattenlagen lässt sich zudem eine hohe Formstabilität und Dämmwirkung erzielen.
Die nachfolgenden Ausführungen behandeln die Dachdämmung mit Schilfdämmplatten im Aufsparrensystem allgemein und zeigen deren bauphysikalische und konstruktive Grundlagen im Kontext ökologischer Bau- und Sanierungsmaßnahmen.
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KontaktWas ist Aufsparrendämmung?
Bei der Aufsparrendämmung liegt die Dämmung oberhalb der Sparren. Dadurch kann eine möglichst durchgehende Dämmschicht entstehen, die Wärmebrücken durch Holzquerschnitte reduziert. Häufig wird darüber ein Wind- und Wetterschutz (z. B. Unterspannbahn) sowie die Konterlattung und abschließend die Dachdeckung ausgeführt.
Dieser Text beschreibt das Thema und einen beispielhaften Aufbau mit Schilfdämmplatten als Aufsparrendämmung. Er ersetzt keine Planung im Einzelfall.
Allgemeine Anforderungen
Energie / U-Wert
- EnEV (Beispielwert): U-Wert-Ziel ca. 0,30 W/(m²K)
- Hinweis: Als Ausnahme wird genannt, dass bei nachträglicher Zwischensparrendämmung die vorhandene Sparrenhöhe manchmal keine ausreichende Dämmstärke zulässt.
Wärmeschutz / Feuchteschutz
- DIN 4108: Gesamtwärmewiderstand Rges ≥ 1,20 (m²K)/W
- Tauwassernachweis: Nicht erforderlich, wenn die Vorgaben nach DIN 4108-3: 4.3.3.2 (nicht belüftete Dächer) eingehalten werden.
Beispielhafter Dachaufbau (Dachaufbau 3): Schilfdämmplatten auf den Sparren
Geeignet auch für den Neubau.
Bestand / Ausgangslage (Beispiel)
- z. B. Dachsparren 6 × 18 cm
Dämmschicht (Aufsparrendämmung)
- 2 × 80 mm Schilfdämmplatten auf den Sparren verlegt
- Von unten: Lehmputz
- Nach oben: Unterspannbahn als Wind- und Wetterschutz
- Beispiel-U-Wert: 0,29 W/(m²K)
Schichtenfolge (vereinfacht, von innen nach außen)
- Innenbekleidung / Lehmputz (auf Träger je nach System)
- Sparren (Bestand, z. B. 6 × 18 cm)
- 1. Lage Schilfdämmplatten (80 mm)
- 2. Lage Schilfdämmplatten (80 mm, kreuzweise)
- Diffusionsoffene Unterspannbahn (Wind- und Wetterschutz)
- Konterlattung (z. B. 30 × 50 mm)
- Dachdeckung (nach Planung)
Besondere Verarbeitungshinweise (Schilfdämmplatten als Aufsparrendämmung)
- 1. Lage vollflächig aufbringen: Schilfrohrplatten (d = 80 mm) vollflächig auf den Sparren verlegen. Die Halme der 1. Lage müssen aus statischen Gründen quer zu den Sparren liegen. Befestigung mit Holzschrauben und Dämmtellern an den Sparren.
- 2. Lage vollflächig aufbringen: Zweite Lage (d = 80 mm) quer zur 1. Lage verlegen und ebenfalls mit Holzschrauben und Dämmtellern an den Sparren befestigen.
- Unterspannbahn: Eine diffusionsoffene Unterspannbahn vollflächig verlegen (Herstellerangaben beachten) – als Wind- und Wetterschutz.
- Konterlattung: Unterspannbahn und Dämmplatten mit Konterlatten (z. B. 30 × 50 mm) fixieren, die mit langen Schrauben oder Nägeln in den Sparren befestigt werden. Darauf folgt die geplante Dachdeckung.
Praxisgedanke: Die kreuzweise Verlegung (Lage 2 quer zu Lage 1) unterstützt eine möglichst geschlossene Dämmebene und hilft, Fugen/Stoßbereiche zu entschärfen.
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Unser Team ist für Sie da! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktanfrage!
Tel.: +49 (0)45 31 - 80 99 20 - info@hiss-reet.de
KontaktTypische Vorteile der Aufsparrendämmung (Einordnung)
- Durchgehende Dämmschicht oberhalb der Sparren (weniger Wärmebrücken durch Holz).
- Bestandssparren bleiben “warm” (je nach System gut für den Feuchteschutz planbar).
- Innenraum bleibt weitgehend unberührt, da Dämmung außen liegt (projektabhängig).
- Gute Kombinierbarkeit mit Sanierung/Neueindeckung, wenn ohnehin an der Dachhaut gearbeitet wird.
Produkte Aufsparrendämmung
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