Die Herstellung von Hiss Reet Gaubenfenstern

Die Hiss Reet Gaubenfenster werden in einer kleinen Manufaktur im Norden Deutschlands in Handarbeit hergestellt. Bei der Entwicklung der Reetdachfenster steht das Design an erster Stelle. Dabei wurden historische Formen aufgegriffen und unter den Gesichtspunkten einer modernen Fertigung optimiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Hiss Reet Gaubenfenster werden von Bauherren, Architekten, Reetdachdeckern und Denkmalschützern bevorzugt verwendet. Bei der Herstellung der Fenster für Reetdächer wird ganz auf Qualität gesetzt. Dies beginnt bei der Auswahl des richtigen Holzes und endet damit, dass unsere Fenster vor der Auslieferung auf Herz und Nieren geprüft werden.

Die Fertigung der Gaubenfenster erfolgt in mehreren Schritten:

In einem ersten Schritt wird zuerst das Rohmaterial für den Bau von Gaubenfenstern ausgewählt. Aufgrund seiner guten Eigenschaften für den Fensterbau wird überwiegend Lärchenholz verwendet (gute Festigkeit, hohe Dauerhaftigkeit, hohe Resistenz gegenüber Pilzen und Insekten, sowie ein dekoratives Aussehen). Bei der Auswahl der Holzkanteln achten wir besonders darauf, dass deren Oberfläche astrein ist.

In dem nächsten Schritt erfolgt der Zuschnitt und das Hobeln der Segmente und Hölzer, die für die Fensterrahmen und Fensterflügel der jeweiligen Gaubenart benötigt werden. Um eine besonders saubere und hochwertige Oberfläche zu erhalten, wird ein Hydrohobel mit speziellen Hobelmessern eingesetzt. Für alle Rahmen und Flügelteile mit Rundungen werden die einzelnen Segmente mit einer Zinkung versehen und verleimt. 

Durch ihre große Leimfläche ist die Zinkenverbindung besonders haltbar. Die entstehende Rohform ist noch eckig und wird später rund gefräst.

Die noch recht eckigen Rohformen können nun mit einer Fräse abgerundet werden. Um die einzelnen Rahmenhölzer miteinander zu verbinden, werden sie zuvor mit Schlitz und Zapfen versehen. Die restlichen Hölzer (bei Rundgauben z.B. der Mittelpfosten) werden mit Konterprofilen versehen.

Vor dem Verleimen der einzelnen Hölzer zu kompletten Fensterrahmen und Fensterflügeln werden alle Verbindungsteile (Schlitze und Zapfen) vorimprägniert. Erfahrungsgemäß sind die Verbindungen der Rahmenhölzer die Schwachpunkte bei Fenstern. Bei der Herstellung der Gaubenfenster von Hiss Reet wird dieser Arbeitsschritt daher mit besonderer Sorgfalt durchgeführt. 

In dem nächsten Schritt in der Produktion werden die Profile der Blenden gefräst. Danach werden die fertigen Blenden auf den Fensterrahmen geleimt. 

Hierfür wird eine Rundbogenfräse verwendet und am Ringe gefräst.
Nachdem die Gaubenfensterahmen und Flügel fertig verleimt sind, werden die Gaubenfenster in die Lackiererei gebracht und eine Oberflächenbehandlung durchgeführt:

Die Oberflächenbehandlung wird mit dem Sikkens-System durchgeführt. Das Sikkens-System ist ein umweltfreundliches Produkt auf Wasserbasis. Dazu werden die Gauben zuerst einmal vorgeschliffen. Der Vorschliff ist ein wichtiger Arbeitsschritt, da er großen Einfluß auf die spätere Oberfläche hat. Je besser der Untergrund ist, desto schöner wird die spätere Oberfläche sein. Zuerst wird mit einer groben Körnung vorgeschliffen, die dann Schrittweise feiner wird. Die Endkontrolle wird durch einen erfahrenen Lackierermeister durchgeführt, dessen geschultem Auge jede noch so kleine Unebenheit auffällt.

In dem nächsten Schritt werden die Fensterrahmen und Flügel klar vorgrundiert, hierfür wird Sikkens Vorgrundierung verwendet (WV 81111). Nach der Vorgrundierung werden je nach gewünschter Oberfläche eine weiße (WP 175) bzw. eine pigmentierte (WF 562) Grundierung aufgetragen. Zwischen der Vorgrundierung und der Grundierung wird nicht zwischengeschliffen, da dies die Grundierung zerstören würde. Bei diesem Arbeitsschritt wird auch der V-Fugenschutz angebracht. Der V-Fugenschutz sorgt dafür, dass absolut keine Feuchtigkeit in die Verbindung der Hölzer eindringen kann. Erst jetzt werden die Gaubenfenster zwischengeschliffen, um eine makellose Lackierung zu erhalten. Die Lackierung erfolgt in drei Schritten: zuerst wird der Vorlack aufgetragen, dann erfolgt der Feinschliff und zu guter letzt wird der Decklack auf die Rahmen und Flügel der Gaubenfenster aufgetragen.

Nach dem Lackieren werden die Gaubenfenster zuerst ausgiebig getrocknet, dann die Beschläge (Fenstergriffe, Schließstücke, Scheren etc.) eingebracht, das Glas in den Fensterrahmen eingesetzt und das Fenster endmontiert. Nachdem die Gaubenfenster vorsichtig verpackt wurden, kann die Reise zum Kunden losgehen.

Die Hiss Reet Gaubenfenster verfügen über einen Roto NT Beschlag mit Grundsicherheit. Auf Wunsch können die Gaubenfenster auch besonders sicher (höhere Anzahl an Schließstücken, durchgehende Verwendung von Pilzzapfen, Sicherheitsglas etc.) oder energiesparend (Dreifachverglasung mit einem Uw-Wert von 0,7; Sprossen ohne Alusteg etc.) angefertigt werden.

Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise zur Pflege von Hiss Reet Gaubenfenstern.