Außendämmung mit Schilfrohrplatten von Hiss Reet

Im Bereich der Außendämmung eignen sich Schilfplatten aufgrund ihres guten Preis-Leistungsverhältnis, ihrer guten Wasserdampfdiffusionsfähigkeit und der natürlichen Beschaffenheit ideal zur Dämmung von Gebäuden. 

In Berlin wurde in Zusammenarbeit mit den Architekten Roswag & Jankowski und dem Stuckateurmeister Patrick Kaul eine ökologische Sanierung und Modernisierung eines Einfamilienhauses durchgeführt. Der Untergrund wurde Nasskalkputz und hydraulischen Kalk als Bindemittel (Mörtelgruppe P1C) verputzt. Als Außendämmung wurden an der Wetterseite (Nordwest) des Gebäudes 12 cm starken Schilfplatten verwendet. Die Südost Seite des Hauses wurde mit 8 cm und teilweise 5cm starken Schilfplatten von Hiss Reet gedämmt. Aus baurechtlichen Gründen wurden die Schilfplatten beim Bauamt als Putzträger deklariert.

Der vom Erdreich umgebene Kellerbereich des Hauses wurde mit anorganischen Styroporplatten gedämmt, um die Gefahr von Feuchteschäden zu minimieren. Auf dem so entstandenen Absatz konnten die Schilfplatten aufgesetzt werden. Der Übergang wurde mit Hilfe von Rippenstreckmetall bewehrt und dann mit einem Luftkalk von Solubel verputzt.

Die Schilfplatten wurden zur Befestigung an die Wand gedrückt, mit dem Schlagbohrer wurde ein Loch in den Untergrund gebohrt in das dann der Dämmtellerdübel mit Hilfe eines Drahtes eingeführt wurde. Danach wurde ein Kunststoffstift in den Dämmtellerdübel eingeschlagen, so dass dieser sich spreizt und die Schilfplatte am Mauerwerk hält.

Im Bereich der Türen und Fenster wurden die Schilfrohrplatten an die Fenster- und Türrahmen herangeführt. Das Kompriband bildet eine diffusionsoffene und schlagregenfeste Abdichtung zwischen Dämmstoff und Abdichtung zum Fensterwerk. 

Nach der Befestigung der Schilfrohrplatten am Haus, die ca. 2 Tage dauerte, wurden diese mit einem Kalkputz in 3 Arbeitsvorgängen verputz. Anfangs funktionierte die Putzmaschine mit dem Dachshaar bewährtem Kalkputz nicht, daher wurde die erste Putzschicht vorgeschmissen.

Um die zweite Putzschicht in der richtige Stärke aufzutragen wurden im Bereich der Laibungen Latten befestigt, deren äußere Kante als Anschlag diente. Nach dem Umlatten konnte die Laibungen geputzt werden.

Nach dem aufbringen des Oberputzes ist die Außenhülle des Gebäudes fertig. Für die Innenwände des Hauses wurden Ständerwände mit massiven Lehmsteinen gebaut, die anschließend mit Hiss Reet Schilfgewebe belegt und mit Lehm verputzt wurden.

Zusammenarbeit mit:

Roswag & Jankowski Architekten
Lehrter Straße 57 / Haus 4
10557 Berlin
www.werk-a.de

Stukkateurmeister Patrick Kaul
Scherenbergstr. 10a
10439 Berlin
www.stuck-kaul.de