Tipps zum richtigen Lüften
Lüften Sie 3 – 4 mal Tag!
Es empfiehlt sich normal genutzte Wohnungen während der Heizperiode zwei- bis dreimal täglich durch kurzes Lüften zu entfeuchte. Je mehr Personen in einem Haushalt zusammen leben, desto wichtiger ist das Lüften.
Neubauten sollten besonders oft gelüftet werden!
In der ersten Heizperiode sollte zur Austrocknung der Baufeuchte vier- bis sechsmal pro Tag gut durchgelüftet werden.
Das Querlüften und die Stoßlüftung sind ist am effektivsten!
Bei der Quer- bzw. Stoßlüftung vermeidet man Energieverluste und die Auskühlung der Bauteile. Innerhalb kürzester Zeit kann somit ein Luftaustausch – und damit der Abtransport des überschüssigen Wasserdampfs – bewerkstelligt werden. Lüften Sie benutze Räume etwa stündlich. Nebeneffekt: Schadstoffe werden auch abgeführt, das Raumklima verbessert sich dadurch.
Stosslüften:
Bei einem geöffneten Fenster dauert ein vollständiger Austausch der verbrauchten Raumluft je nach Jahreszeit zwischen 5 Minuten (in den Wintermonaten) und 20 Minuten (in den Sommermonaten). Es gilt: Je kälter es draußen ist, desto kürzer kann gelüftet werden.
Querlüften:
Die effektivste und energiesparendeste Form des Luftaustausches in einem Raum wird durch Querlüftung gewährleistet. Die Querlüftung ist die Lüftung durch vollständig geöffnete Fenster bzw. Türen, die sich möglichst gegenüber liegen sollten.
Spaltlüftung kann man nicht empfehlen!
Bei dieser Lüftungsart bleiben die Fenster oft sehr lange in der Kippstellung, dadurch kommt es während der kalten Jahreszeit zu unnötigen Energieverlusten. Spaltlüften ist aus energetischen Gründen allenfalls außerhalb der Heizperiode, von Mai bis September, zu empfehlen.
Spaltlüftung: Bei der Spaltlüftung befindet sich das Fenster in gekippter Stellung. Es kann bis zu 60 Minuten dauern, bis die verbrauchte Raumluft vollständig ausgetauscht ist. Fenster die über einen längeren Zeitraum gekippt sind, führen zu einem unnötig hohen Luftwechsel, zudem kühlen die Fensterlaibungen und die umgebenden Bauteile sowie die Inneneinrichtungen stark aus. Dies hat zur Folge, dass sich die Zeit für das erneute Aufheizen des Raumes verlängert, zusätzlich besteht die Gefahr, dass die Feuchtigkeit auf den ausgekühlten Flächen kondensiert. Bei geöffneten Thermostatventilen wird ein Großteil der aufsteigenden Warmluft von Heizkörpern ungenutzt nach außen geleitet.
Ein Hygrometer hilft!
Ein Hygrometer ist ein Gerät zur Messung der relativen Luftfeuchte. Wenn sie nicht sicher sind, ob die Luftfeuchtigkeit in ihren Räumen zu hoch ist, können sie dies mit einem Hygrometer kontrollieren. Die relative Feuchte der Raumluft sollte möglichst zwischen 40 und 60 % liegen. Liegt die relative Luftfeuchte oberhalb 60 %, erhöhen sie die Temperatur ihrer Wohnung auf etwa 20-23 Grad. Bei dieser Temperatur kann die Luft viel Feuchtigkeit aufnehmen. Öffnen sie nun alle Fenster und Lüften ausgiebig.
Schlafzimmer morgens lüften!
Lüften sie gleich nach dem aufstehen, zu diesem Zeitpunkt befindet sich ein grossteil der angesammelten Feuchtigkeit in der Luft und ist noch nicht so tief in Wände und Möbel eingedrungen. Abends sind ungleich längere Lüftungszeiten erforderlich.
Halten Sie die Türen von Räumen mit viel Feuchtigkeitsanfall geschlossen!
Türen von Badezimmer, Küche, Trockenraum der Wäsche sollten geschlossen bleiben, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der gesamten Wohnung verteilt. Große Wasserdampfmengen (wie z.B. beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen etc.) gleich nach der Entstehung ins Freie ablüften. Wäsche sollten Sie besser im Freien trocknen. Wenn Sie die Wäsche unbedingt in der Wohnung trocknen müssen, sollten Sie dafür einen geschlossenen Raum verwenden, in dem Sie das Fenster etwas kippen.
Achten Sie auf zusätzliche Feuchtigkeitsquellen!
Räume mit übermäßig vielen ZimmerpfIanzen, Zimmerspringbrunnen, großen Aquarien, Verdunster an den Heizkörpern etc. sollten intensiver belüftet werden als z.B. die Abstellkammer.
Die Lüftung von Kellerräumen!
Kellerfenster werden im Sommer oftmals dauerhaft geöffnet und im Winter fest verschlossen, dies kann zu Problemen führen. Im Frühjahr und Sommer, wenn die Temperatur der Außenluft und damit auch die Luftfeuchtigkeit hoch ist, setzt sich die Feuchtigkeit der Außenluft an den Oberflächen der erdkalten Kellerwände als Tauwasser ab. Lüften sie deshalb Kellerräume im Frühjahr und Sommer weniger und am besten nur in der Nacht. Im Winter sollten sie Kellerräume möglichst wie die Wohnräumen lüften.
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